Unsere Feldwerker/Landwirte stellen sich vor!

Hier folgt eine kleine Vorstellung unserer teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe. Im Wandel der Zeit hat sich die Landwirtschaft stark verändert. Gerade in den letzten 100 Jahren gab es tiefgreifende Veränderungen, die kaum mit anderen Wirtschaftszweigen vergleichbar sind. So, wurde noch vor nicht allzu langer Zeit mit Pferd und Handarbeit ganz anders und vor allemauf viel kleineren Flächen gewirtschaftet. Heute arbeitet nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft und schafft es doch,für eine ausreichende und vielfältige Ernährung zu sorgen. Die Vorstellung der Bürgervonunserer Landwirtschaft ist oft veraltet, darum haben wir diesen kleinen Bereich zur Vorstellung der Betriebe eingerichtet.Wollen auch Sie als Landwirt uns unterstützen und Flächen bereitstellen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Betrieb Büsching Petershagen

Seit Generationen Familienbetrieb, früher Vollerwerbs-, nunmehr Nebenerwerbsbetrieb. Die Tierhaltung (Mastbullen und -Schweine) um die Jahrtausendwende aufgegeben. Auf gut 15 ha Ackerbau auf 13 bis 65 Punkte-Böden (Heide bis Marsch) in Petershagens Norden. Dabei Anbau von Weizen, Roggen, Gerste, Silo- und Körnermais. Die Erträge werden komplett vermarktet. Vor dem Maisanbau werden nach der Getreideernte im Rahmen des Greenings Zwischenfrüchte als Gründünger angebaut, die über den Winter vielen Tieren Schutz und Nahrung bieten. Auch wurden in den letzten beiden Jahren an den Maisäckern schon Blühstreifen über die Aktion „Blühendes Band durch Bauernhand“ angelegt.

…zu den Blühflächen.

Betrieb Diers-Möller Hessisch Oldendorf

Unser Betrieb liegt im schönen Weserbergland in Hessisch Oldendorf. Mit Karen und Cord wirtschaftet die zweite Generation auf dem Rittergut Hessisch Oldendorf und mit Dorothee steht die dritte Generation in den Startlöchern. Aber unsere landwirtschaftlichen Wurzeln reichen schon viele Generationen zurück.

Auf unserem Hof leben außerdem noch Hühner, Enten und unser Deutsch Drahthaar.

Unsere Familie bewirtschaftet einen reinen Ackerbaubetrieb. Angebaut werden bei uns Zuckerrüben, Raps, Weizen, Gerste und Mais. Das Getreide wird vorwiegend als Futtergetreide und Backweizen vermarktet und der Raps wird zur Öl- und Biodieselgewinnung verarbeitet. Außerdem stehen in diesem nach der letzten Blütenbehandlung Bienen und produzieren leckeren Rapshonig. Aus den Zuckerrüben wird feinster deutscher Zucker hergestellt bei Pfeifer & Langen in Lage zu Diamant Zucker und bei Nordzucker in Nordstemmen zu Sweet Family Produkten verarbeitet. Und den Mais liefern wir an eine Biogasanlage hier vor Ort für die Energiegewinnung.

Bereits seit vielen Jahren legen wir im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen Blühflächen an. Wir haben uns entschieden an dem Projekt Feldwerk teilzunehmen, denn Biodiversitätsmaßnahmen funktionieren nur unter Mitgestaltung von uns Landwirten!

…zu den Blühflächen.

Betrieb Siggi und Jens Steffen

Unser Hof Steffen liegt im schönen Kalletal, in der Nähe von Hohenhausen – zwischen Feldern und Wäldern, sehr ländlich und idyllisch.  Derzeit wohnen wir mit drei Generationen, zwei Katzen und einem Hund unter einem Dach.

An unser Wohnhaus grenzt ein großer Bauerngarten mit Teich, der neben zahlreichen Insektenarten, auch Amphibien einen Lebensraum bietet. Auf unserem Hof leben auch noch ein paar Kamerunschafe, zwei Rinder, Hühner und Gänse.

Unser Betrieb ist ein Familienbetrieb mit Schweinemast und Ackerbau, der in Vollerwerb geführt wird. Die Schweine auf unserer Hofstätte werden auf Stroh gehalten. Ihnen steht außerdem viel Platz zur Verfügung. Da unsere Schweine aus der Strohhaltung alle privat vermarktet werden, erlangen sie ein deutlich höheres Lebensalter. Die Tiere werden erst mit einem Schlachtgewicht zwischen ca. 125 bis 160 kg, regional über zwei Hausschlachter vermarktet. Wir füttern diese Tiere mit hofeigenem Getreide, wie Gerste, Weizen und Triticale. Ab Herbst 2020 beabsichtigen wir den notwendigen Eiweißbedarf unserer Tiere über 100% gentechnikfreies Lupinenschrot zu decken. Das verwendete Stroh zum Einstreuen stammt ebenfalls von unseren Feldern und wird in Eigenleistung gemäht und gepresst.

Wir legen großen Wert auf nachhaltige Landwirtschaft. Dies bedeutet den Ackerboden bei der Bewirtschaftung nicht auszubeuten, sondern auf einen nährstoffreichen Boden zu achten und den Einsatz von Chemie möglichst gering zu halten. Dies erlangen wir zum einen durch das Ausbringen unseres Mistes und über unsere weite Fruchtfolge, wozu Wintergerste, Winterweizen, Wintertriticale, Dinkel, Körner Mais und Raps zählen. Seit dem Frühjahr 2020 gehören auch Lupinen dazu. Mit den Lupinenanbau beabsichtigen wir neue Wege zu gehen.  Wie alle Leguminosen, besitzen diese eine ganz besondere Fähigkeit, sie  binden Stickstoff aus der Luft und fixieren ihn in sogenannten Wurzelknöllchen. Dieser Stickstoff wird von der Pflanze als Nährstoff genutzt. Dadurch kann der Einsatz von Düngemitteln stark reduziert werden und der Boden wird langfristig mit natürlichem Stickstoff angereichert, der die nächste Ernte begünstigt.

Wir bieten wir mit unserem Lupinen- und Rapsanbau, diversen Blührandstreifen und Flächenstilllegungen, Bienen und allen anderen Insekten nährstoffreiche Nahrung. Wir pflegen in Zusammenarbeit mit dem Kreis Lippe und Straßen NRW verschiedene Ausgleichs- und Naturschutzflächen. Weiter führen wir folgende Dienstleitungen wie: Stoppelbearbeitung, pflügen, Aussaat von Getreide, Pflanzenschutz, Ausbringung von Stalldung, mähen von Gras, wenden und schwaden, pressen und wickeln von Rundballen für andere landwirtschaftliche Betriebe durch.

…zu den Blühflächen.

Betrieb Wehmeyer

Wir sind der Hof Wehmeyer und schon in der siebten Generation als Familienbetrieb im Bad Oeynhausener Süden in der Landwirtschaft tätig. Der Betrieb ist von eher geringer Größe,neben den fünf menschlichen Bewohnern, wohnen hier noch ein Bernhardiner, vier Katzen, 40 Rinder und 40 Schweine. Immer im September ziehen zusätzlich noch 30 Enten auf den Hof, die hier aber nur bis kurz vor Weihnachten bleiben. Das Wohl all unserer Tiere liegt uns sehr am Herzen.

Die Tiere werden mit selbst angebautem Getreide, Gras, Bohnen/Erbsen und Silage gefüttert. Um alle Tiere satt zu bekommen, bewirtschaften wir 53 ha Ackerland in den Weserauen. Da wir eine nachhaltige Landwirtschaft gewährleisten wollen, ist uns eine Bewirtschaftung nach dem Prinzip der vielfältigen Fruchtfolge besonders wichtig. Durch den wechselnden Anbau von fünf verschieden Früchten in einer Fruchtfolge wird der Boden gesund erhalten und weniger ausgebeutet. So bleibt der Boden nährstoffreicher und der Einsatz von Chemie wird reduziert.

Die Verarbeitung und Vermarktung der Hofprodukte (Rind-und Schweinefleisch) erfolgt regional und nachhaltig in Kooperation mit ortsnahen Fleischereien und im eigenen Hofladen.

Seit vielen Jahren sind wir als ökologisch orientierter Hof im Naturschutz engagiert: (1) Für den Insektenschutz und als Lebensraum für kleinere Wildtiere (Hasen, Füchse etc.) haben wir auf unseren Flächen Blüh-und Naturschutzflächen angelegt. (2) Den Gewässerschutz gewährleisten wir durch Uferrandstreifen. (3) Durch den Anbau von Rapsflächen bieten wir Bienenvölkern nährstoffreiche Nahrung im Frühjahr. Darüber hinaus arbeiten wir (4) als Dienstleister im Bereich Naturschutz der StadtBad Oeynhausen und pflegen unter anderem die städtischen Naturschutzflächen.

Durch diese vielfältigen Maßnahmen und unsere nachhaltige Landwirtschaft wollen wir unsere Produkte regional und im Einklang mit der Natur produzieren und vermarkten.

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Betrieb Krutemeier

Unser Kruthof liegt in Löhne-Wittel und wird seit 500 Jahren von der Familie Krutemeier bewirtschaftet. Immer wurde versucht dem Wandel der Zeit zu folgen und den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Heute liegt die Spezialisierung auf dem Ackerbau und der Mastschweinehaltung. Der im Vollerwerb geführte Betrieb bewirtschaftet auf seinen Flächen großteils Gräser wie Weizen, Gerste und Mais sowie die Ölfrucht Raps. Die Gräserernte wird hauptsächlich zur eigenen Futtergewinnung genutzt. Der Raps jedoch wird zur Öl- oder Biodieselgewinnung weiterverarbeitet und ist übrigens die nektarreichste Frucht in unserer Kulturlandschaft, was vor allem die pollen liebenden Insekten, aber auch die Imker sehr freut.

Landwirtschaft greift immer in die Natur ein, unsere Aufgabe ist die Ernährung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln. Wir sind aber sehr daran interessiert einen Ausgleich zwischen nehmen und geben zu erreichen.

Im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen hat sich unser Betrieb schon zur Anlegung einiger Blühstreifen und -flächen verpflichtet, sieht die Handlungsmöglichkeiten jedoch durch politische Restriktionen und Vorgaben als begrenzt an. Zudem pflegen wir örtliche Naturschutzflächen. Um einen weiteren, hoffentlich sofort wirksamen Beitrag zu leisten, haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen.

…zu den Blühflächen.